Steckbrief
Steckbrief:
Stammbaum:
Ordnung: - Perciformes - Barschartige
Unterordnung: - Anabantoidei - Kletterfischverwandte
Familie: - Osphronemidae - Fadenfische
Unterfamilie: - Macropodusinae - Paradiesfische
Gattung: - Macropodus - Makropoden
Herkunft:
Mittelvietam, Quang Tri Provinz
Länge: 9 bis 11cm (lt. Angaben von Schmidt / Seehaus) Meine Tiere waren deutlich größer ca. 11 bis 15cm, dies wurde auch von meinem Freund Paul Hauser, Berlin, bestätigt. Wir haben die Totallänge gemessen also von der Schnauze bis zum Flossenende der Schwanz-flosse.
Wasser:
Hier werden keine besonderen Ansprüche gestellt, also so wie es aus der Leitung kommt.
Temperatur:
18° bis 26°.
Geschlechtsunterschiede: Männchen mit kräftiger ausgezogenen Flossen und farbintensiver. Weibchen mit kürzeren Flossen und unscheinbarer, beim Laichansatz mit deutlich dickerem Bauch.
Zucht:
Die Nachzucht ist bei guter Kondition der Fische kein Problem. Ich gehe immer wie folgt vor:
Mein Zuchtaquarium hat folgende Maße 80x30x20cm, es befindet sich kein Bodengrund im Aquarium. Ich stelle immer mehrere Pflanzentöpfe als Abgrenzung ins Aquarium und gebe zusätzlich eine handvoll Wasserpest als Schwimmpflanze ins Becken. Die Filterung erfolgt über Nice (siehe Artikel über den Filter) Schwammfilter und die Wassertemperatur beträgt ca. 28°C.
Ich setze das Weibchen immer einen Tag vor dem Männchen ins Aquarium.
Nach dem Einsetzen des Männchens merkt man gleich, wer hier das Kommando übernimmt. Er wählt den Platz für sein Nest aus und platziert dort einen lockeren Schaumteppich. Jetzt versucht er das Weibchen davon zu überzeugen, dass er der „Richtige“ für sie ist, also wie im richtigen Leben, er prahlt, er macht sich besonders schön, er baggert sie an und das alles um sie in die „Kiste“ zu kriegen.
Immer wieder stellt er sich vor das Weibchen und zeigt seine Flossenpracht und seine ausgeprägten Farben. Er lockt sie unter sein Nest, sie schwimmt mit unter sein Nest, begutachtet es und schwimmt wieder weg. Er schwimmt ihr wütend nach. Ein zweiter Versuch. Oft ein dritter oder vierter. Endlich umschlingt er sie und dreht sie so, dass die Genitalpapille direkt unter dem Schaumnest ist. Es erfolgt der Eiausstoß, anschließend sinkt das Paar in einer so genanten Laichstarre zu Boden. Die Eier steigen an die Oberfläche und werden vom Männchen ins Nest eingebettet.
Anschließend wiederholt sich der Vorgang so lange, bis alle Eier abgegeben sind. Nun baut das Männchen das Nest weiter aus, sodass die Eier keine Berührung mit der Wasseroberfläche mehr haben. So haben die Eier keinen Kontakt mit dem Wasser und es kommt nicht zu Laichverpilzungen.
Das Weibchen wird nun nicht mehr am Nest geduldet, er alleine bewacht die Eier.
Die Larven schlüpfen nach ca. 24 – 36 Stunden und hängen denn unter dem Nest. Nach weiteren ca. 36 Stunden haben sie ihren Dottersack aufgezehrt und nun schwimmen sie frei. Jetzt entferne ich die Elterntiere.
Jetzt kommt es darauf an, das richtige Futter anzubieten, Pantoffeltiere und nach ca. 5 Tagen frisch geschlüpfte Artemia. Bei reichhaltiger Fütterung mit einem dem entsprechenden Wasserwechsel wachsen sie Jungfische schnell heran.
Nach gut 14 Tagen kann man die Anzahl der Jungfische sehen und oft bekommt man über die Anzahl einen Schreck, es sind hunderte. Die Frage nachdem „wohin“ stellt sich wohl jeder einmal.
Viel Spaß bei der Haltung oder Zucht von diesen wunderschönen „Rotrückenmakropoden“
Ihr / euer
Wolfgang
Weitere Infos auf: www.makropoden.de
