Aquarieaner Teil 2
Ich will Aquarianer werden, was sollte ich tun?
Teil 2 Technik
In der heutigen Zeit werden ständig neue technische Gräte entwickelt und dem Aquarianer vorgestellt. Man sollte sich daher vor dem Kauf genau informieren, was man für sein Aquarium braucht. Hier unterscheidet man zwischen unbedingt erforderlich oder Geräte zur Arbeitserleichterung .
Der Umgang mit technischen Hilfsmitteln, ist oft abhängig vom Strom. Deshalb sollte die Sicherheit der Geräte wichtiger sein, als der Kaufpreis. Man will sich an seinem Hobby erfreuen und nicht zu Schaden kommen. Gerade wo Kinder und Jugendliche, sich oft nicht der Gefahr (Wasser & Strom) bewusst sind, sollten wir kein Risiko eingehen.
Über die einzelnen technischen Gräte gibt es von den Herstellern oft sehr gute und verständliche Prospekte. Hier kann man sich gut informieren und die einzelnen Vor- oder Nachtteile der Gräte abwägen. Natürlich ist jedes Produkt eines Herstellers das Beste, das wissen wir und überlesen dies. Gerade bei der doch recht teueren Technik kommt es auf eine gute Information vor dem Kauf an. Oft hilft es, wenn man eine Kaufentscheidung eine Nacht überschläft.
Heizung:
Wenn wir Warmwasserfische halten möchten, muss eine bestimmte Wasser-Temperatur vorhanden sein. Deshalb müssen wir unser Aquarium mit einer zusätzlichen Heizung ausstatten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Heizungen auf dem Markt: z.B. Bodenheizer, Stabheizer, usw.
Auch sind einige Heizungen mit im Filter integriert. Habe ich ein großen Aquarium, was mit einem großen Filter betrieben wird, sollte man den Heizer in diesem mit unterbringen.
Vorteile: Der Heizer ist im Filter versteckt.Ein Trockenlauf des Heizer wird vermieden.
In den meisten Aquarien wird ein Stabheizer extra ins Aquarium eingebracht, den man mit Pflanzen oder Wurzeln für den Betrachter "fast" unsichtbar macht. Wichtig ist noch die Stärke des Heizers. Als Faustregel sagt man: in geheizten Räumen zirka ½ Watt je Liter Wasserinhalt, in nicht geheizten Räumen 1 Watt je Liter Wasserinhalt. Damit soll sichergestellt werden, dass bei einer Störung des Heizers, dieser keinen Kochfisch aus unseren geliebten Aquarienbewohner macht.
Bei jedem Wasserwechsel muss der Stecker der Stabheizung gezogen werden, damit ein Trockenlauf und das Platzen des Heizers vermieden wird.Immer daran denken Strom sieht man nicht und wenn man ihn spürt ist es meist zu spät
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Filter:Es gibt die unterschiedlichsten Meinungen, was für ein Filter der richtige für unser Aquarium ist. Klar ist, je größer unser Filter, umso mehr Vorteile hat er. Aber wer hat den Platz, z.B. einen Filter aufzustellen, der sich größenmäßig nicht vom Aquarium unterscheidet.
Dies trifft doch wohl nur auf wenige Aquarianer zu. Also werden wir mit Kompromissen leben müssen. Auch die Frage, Außen- oder Innenfilter, ist eine Entscheidung, die man nach den Vor- und Nachteilen abwägen muss.
Vielen Aquarianern sind die angebotenen Filter nicht ausreichend oder passen nicht zu ihrem Aquarium. Deshalb ist eigene Fantasie notwendig und wichtig für den Selbstbau eines Filters für sein ganz persönliches Aquarium.
Über die verschiedenen Filtertypen und Arten muss man sich vorher genau informieren und den Filter, den man für sein Aquarium benötigt, herausfinden. Hier geben die einzelnen Info- Broschüren der Hersteller gute Auskunft. Auch ein Gespräch mit anderen Aquarienfreunden ist vor Anschaffung empfehlenswert. Hier nur einige Tipps:
Wichtig für eine gute Filterung des Aquariums ist, egal ob Eigenbau oder Kauf, der Beckeninhalt des Aquarium sollte mindestens ½ mal pro Stunde gefiltert werden.Der Filter sollte bei der Erstbestückung mit Filtermaterial mit einer kleinen Menge Mulm aus einem anderen Aquarium geimpft werden. Damit wird die Ansiedlung der wichtigen Bakterien gefördert und beschleunigt. Bei der Reinigung des Filters immer an die Impfung denken. Ein Teil des Mulms im Filter lassen.Ein Vorfilter beugt der zu schnellen Verschmutzung des Hauptfilters vor und ist nützlich.Bei längerem Stormausfall, von mehr als einer Stunde, sind die Bakterien abgestorben und der Filter muss vor erneuter Inbetriebnahme gründlich gereinigt werden. (danach siehe 2. und 3.)Den Filter nur reinigen wenn er erschöpft ist, also erst bei deutlicher Leistungsminderung. ( siehe Punkt 1) Filterreinigung und Wasserwechsel sollten nicht gleichzeitig durchgeführt werden. Abstand ca. eine Woche.Eines dürfte jedem Aquarianer klar sein, ein noch so guter und leistungsstarker Filter ersetzt keinen Wasserwechsel.
Beleuchtung:
Auf die einzelnen Leuchtstoffröhren und deren Bedeutung werde ich hier nicht eingehen, weil dies in Flopo 2/2000 schon geschehen ist.
Ohne Licht können unsere Wasserpflanzen und die meisten Fische nicht überleben, Licht ist also Leben. Wir benötigen Licht nicht nur, damit wir unsere Pflanzen und Fische besser sehen können, sondern zum Wachstum der Wasserpflanzen und Wohlbefinden unserer Fische und den anderen Lebewesen.
Die künstliche Beleuchtung gestattet es, das Licht unserer kurzen Tage in den Wintermonaten auf das, für die Pflege eines Tropenaquariums notwendige Maß von ca. 12 Stunden täglich zu verlängern. Außerdem ermöglicht sie es uns, das Aquarium und seine Bewohner auch in den Abendstunden zu betrachten. Sie ist daher besonders für die Berufstätigen von großer Bedeutung, weil sie oft erst in den Abendstunden Zeit finden für die Aquaristik.
Wenn wir uns ein Aquarium anschaffen, ist in der Abdeckung meisten schon eine Beleuchtung vorgesehen. Damit wird uns die Anzahl und Stärke der Leuchtstoffröhren schon vom Hersteller vorgeschrieben. Unser Einfluss beschränkt sich dann nur noch auf die Dauer und die Lichtfarbe. (In einige Abdeckungen kann man aber zusätzliche Halterungen, sogenannte Leuchtbalken einsetzen) Über die einzelnen Lichtfarben haben wir in der Ausgabe 2/2000 unserer Flossenpost ausführlich berichtet, sodass wir hier darauf verzichten.
Die Dauer der Beleuchtung sollte in allgemeinen 12 Stunden betragen und wird über eine Zeitschaltuhr gesteuert. Bei Bedarf kann die Zeit verlängert oder verkürzt werden. Dies ist vom Zustand unserer Wasserpflanzen abhängig, sind sie blass, reicht meist die Beleuchtungsdauer oder Stärke nicht aus. Dagegen sind kräftig grüngefärbte Pflanzen ein Anzeichen für richtige Beleuchtung. Meist kommt es in der Anfangsphase zu Algenwachstum. Dies ist ein Anzeichen für ein Nährstoffüberangebot. Die Wasserpflanzen sind noch nicht richtig im Bodengrund verwurzelt und sie haben ihre Nährstoffaufnahme noch nicht optimal aufgenommen, auch hat sich die Bakterienkultur im Filter noch nicht so vermehrt, dass eine biologische Filterung stattfindet.
In diesen Fall hat sich eine Futterreduzierung und eine Verkürzung der Beleuchtungsdauer bewährt. Solange also kein Gleichgewicht im Aquarium vorhanden ist, muss man behutsam vorgehen. Geduld ist auch hier mehr als wichtig. Haben wir das Gleichgewicht in unserem Aquarium erreicht, sollten wir Veränderungen möglichst vermeiden. Wenn es aber unbedingt nötig ist, muss dies behutsam und langsam erfolgen. Wir wollen ja schließlich nicht unser langsam erreichtes Gleichgewicht gefährden und von vorn beginnen.
Hier noch einige Punkte die man beachten sollte.:Leuchtstoffröhren sollten nach zwei Jahren ausgetauscht werden.Jede Dämpfung des Lichtes vermeiden. (z. b. verkalkte Abdeckscheiben)An die richtigen Lichtbedürfnisse unserer Wasserpflanzen denken.Die Dauer über eine Zeitschaltuhr gleichmäßig regeln.An die richtige Düngung der Wasserpflanzen denken. Ohne die richtige
Ernährung sind auch Wasserpflanzen schlaff und müde.Leuchtstofflampen sind nur bis eine Wassertiefe von ca. 50cm geeignet.An einen Reflektor für die Leuchtstoffröhren denken.An die Sicherheit beim Umgang mit Strom denken, gerade beim Eigenbau.Bei mehren Leuchtstoffröhren nie alle gleichzeitig wechseln.
Damit will ich diesen Artikel schließen und hoffe hier ein paar Anregungen und Tipps gegeben zu haben. Eine ständige Information und der Erfahrungsaustausch mit unseren Vereinsfreunden, Bekannten und auch guten Zoofachhändlern, macht erst unser Hobby richtig interessant und spannend.
Ich wünsche allen Aquarianern noch viel Spaß und besuchen Sie einmal einen Vereinsabend, es wird sich für Sie sicher lohnen.
Wolfgang Heller
