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Gartenteich

Der etwas andere Gartenteich.
Es ist wieder soweit, der Winter ist vorbei und das Leben spielt sich immer mehr draußen ab. Gerade für Gartenbesitzer heißt es jetzt klar Schiff zu machen. Für alle, die einen Gartenteich haben, wird dieser für die Sommerzeit hergerichtet. Da es immer mehr Freunde auch kleinerer Gartenteiche gibt, stellt sich immer wieder die Frage, welche Lebewesen kann ich in meinen Teich setzen. Koi zum Beispiel werden immer beliebter und ganz viele pflegen sie in ihren Teichen. Doch wenn man bedenkt, dass man für die vernünftige Haltung eines Koi mit mindestens 1000 Liter Wasser rechnet, muss man sich schon die Frage gefallen lassen ob man seine Gartenteichfische richtig hält. Viele Gartenbesitzer haben sehr kleine „Zierteiche“ in denen man keine Koi oder auch Goldfische halten kann. Was kann ich da halten?
Warum nicht einmal Makropoden?

Ich als Makropoden-Fan sage „klasse“, es wird sich lohnen.



Bild Teich
Doch was sind Makropoden und können sie diese Temperaturen ab?

Makropoden sind Labyrinthfische, sie sind mit einem zusätzlichen Atemorgan (dem Labyrinth) ausgestattet, was sie unabhängig vom Sauerstoffgehalt des Wassers macht. Ihre Heimat reicht von Vietnam bis nach China. Sie kennen also Temperaturschwankungen, im Sommer bis ca. 30° und in Winter bis an die 0°, es sind also robuste und kräftige Tiere diese Makropoden. Für die Gartenteichhaltung haben sich zwei Arten besonders bewährt:
Der Paradiesfisch - Macropodus opercularis

Bild Paradiesfisch

Rundschwanzmakropode - Macropodus ocellatus

Bild Rundschwanz

Eines sollte jedem klar sein, auch wenn die Makropoden kalte Temperaturen in der Natur gut überstehen, sollte ihre Haltung in unserem Gartenteich nur von April bis Anfang Oktober sein. In den Wintermonaten gehören sie ins Aquarium.

So habe ich es immer gemacht:

Meine Makropoden waren im Aquarium ,wo ich sie in den Wintermonaten nachzog. Die Jungfische waren ab März ohne Heizung, also bei normaler Zimmertemperatur im Aquarium um sich langsam an eine kühlere Temperatur zu gewöhnen. Anfang April war es soweit, meine Makropoden kamen in meinen Gartenteich, er war ca. 2mal 3m und hatte eine Tiefe von ca 30cm. An der tiefsten Stelle war er 60cm tief. Natürlich wurde die Anzahl der Fische, die in den Teich kamen, notiert, man wollte ja sehen, ob es mehr oder weniger wurden. Die Fütterung war am einfachsten, sie bekamen nichts! Es befindet sich ausreichend Futter im Gartenteich, Kleinstlebewesen, diverse Anflugnahrung und so weiter. Ab und zu bekamen sie einen Eimer Tümpelfutter, die Wasserflöhe dienten eher der Filterung, denn als Futter.

In diesen Sommermonaten beobachtete ich meinen Teich besonders, dort standen sie, meine Makropoden, und sonnten sich in der Sonne, aber immer wachsam. Bei den ersten Schatten waren sich im Dickicht der Wasserpflanzen verschwunden. Ich konnte auch Schaumnester beobachten, was auf eine natürliche Vermehrung hinwies.

Schnell vergingen die Tage und es war an der Zeit die Makropoden wieder aus dem Teich zu holen. Dies geschah immer mit einigen Aquarienfreunden, die mir halfen, denn der Teich muss schon entleert werden um alle Fische heraus zu bekommen. Dies war auch ein Vorteil für meinen Teich, alle Verschmutzungen und Laubblätter wurden gleich mit entfernt. Was die Trübungen und Algenbildung in den Sommermonaten gegen null senkte.

Als vorbereitende Maßnahme muss man ein Aquarium voll mit dem Teichwasser füllen, dies ist für die Tiere lebenswichtig. Wie das Wasser aussieht ist völlig unwichtig.

Alle waren gespannt : wie viele Makropoden holen wir heraus und wie farbenprächtig sehen die Tiere aus? Wir waren begeistert von dieser Farben- und Flossenpracht meiner Makropoden. Eine Zunahme konnten wir auch feststellen, wenn auch gering.

Nun kamen sie in das Aquarium, was gut abgedeckt sein sollte, denn sie müssen sich erst an die Helligkeit gewöhnen. Über einen Filter wird das Wasser geklärt und mit jedem Wasserwechsel die Tiere wieder langsam ans Leitungswasser gewöhnt. Es dauert etwa 8 bis 10 Wochen, dann ist das ganze Wasser ausgetauscht.

Bei einer Bratwurst, einem Stück Grillfleisch und natürlich einer Tasse „Milch“ diskutierten und schwärmten wir noch lange von meinen Makropoden.

Es war einfach toll einen Sommer lang Makropoden im Gartenteich zu halten, ich tue es wieder.

Versuchen Sie es doch auch einmal!

Weitere Infos von mir oder auf meiner Homepage: www.makropoden.de

Ihr / euer
Wolfgang