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Wulstlippiger Fadenfisch



Colisa labiosa - Wulstlippiger Fadenfisch

Die Art wird aus Birma beschrieben. Nach Day stammt sie aus dem Bereich des Irawadi, von der Mündung bis nach Mandalai am Mittellauf des Flusses .Zahlreiche Vorkommen gibt es auch in Bangladesh.

mit einer Größe bis 8 cm gehört er zu den Größeren seiner Gattung. Die Männchen unterscheidet man an seiner okarbrauen Grundfarbe mit den tükiesfarbenden Längsstreifen, die Flossenränder sind gelblich umsäumt, das Weibchen hat eine hellbraune Grundfarbe mit dunkleren Querstreifen. Bei dieser Art gibt es auch eine Orangegelbe Zuchtform. Die Flossenspitze ist bei den Männchen Spitzausgezogen, beim Weibchen dagegen Abgerundet. Der entscheidende Unterschied zu Colisa fasciata ist die Abgerundene Afterflosse.

Außerdem sind seine Lippen Wulstartiger als bei fasciata.

Man kann diese Fische gut im Gesellschaftsbecken mit anderen ruhigen Arten pflegen, wichtig ist nur, ein nicht so hellen Bodengrund und eine gute Bepflanzung, einige Oberflächenpflanzen sind wie bei allen Fadenfischen von Vorteil. Am Futter und auch am Wasser stellt er keine besonderen Ansprüche, jedoch sollte die Temperatur über 24° liegen.

Colisa labiosa hatte ich vor einigen Jahren schon einmal gepflegt und auch erfolgreich nachgezogen, aber wie es so ist auf einmal war der Stamm ausgestorben, ich hatte einmal nicht aufgepasst.

Also hießest für mich aufpassen ob dieser Fisch irgend wo angeboten wird. Da er im Handel und auf Börsen nicht zubekommen war, blieb eben nur noch die Möglichkeit ihn über die IGL (Internationale Gesellschaft für Labyrinthfische) und auf einer Tagung in Berlin erstand ich wieder 10 Colisa labiosa.

Wieder in Stade angekommen hieß es ein Aquarium musste vorbereitet werden, damit sie sich erst einmal von den Stresstag in Berlin erholten. Nach einigen Tagen und ausreichender Fütterung mit allerlei Tümpelfutter und rote Mückenlarven, sah man bald den ersten Laichansatz bei den Weibchen. Schnell war ein Laichaquarium vorbereitet, die ganze Einrichtung war ein Schwammfilter und eine große Hand Wasserpest, am nächsten Morgen setzte ich das Weibchen ins Aquarium und am Abend folgte des Männchen, die Temperatur betrug 29°.

Am darauf folgenden Tag begann das Männchen mit den Schaumnestbau, erwählte natürlich die äußerte hintere Ecke im Aquarium, sodass mir die Beobachtung etwas schwer fiel. Mit zunehmenden Bau des Nest, wurde das Männchen immer dunkler, bis die längssteifen fast nicht mehr zusehen waren und der Körper eine tiefbraune bis schwarze Färbung annahm, die Flossenränder leuchteten in einen kräftigen gelb und ein türkises Querstreifen rundete das Bild eines schönen Männchen ab.

Die Zucht erfolgt wie bei allen anderen Colisa Arten, allerdings habe ich auch gerade bei labiosa beobachtet das sie ohne jedes Schaumnestes abgelaicht hatten, hier muss man dann ein Mittel gegen Verpilzung ins Wasser geben. Die Jungfische schlüpfen nach ca.36 Stunden und schwimmen nach weiteren ca.36 Stunden frei, jetzt entfernt man die Elterntiere und senkt den Wasserstand auf 10cm ab. Die Fütterung erfolgt mit Milchpulver und Mircron, später wird Artemia gefüttert.
Krankheiten: Bei Colisa labiosa habe ich oft ein Befall von Oodinium festgestellt, was sich bei rechtzeitiger Erkennung leicht mit einen Mittel bekämpfen lässt. Eine andere Krankheit habe ich bei meinen labiosa festgestellt.

Es sieht am Anfang wie eine Bisswunde oder eine Verletzung der Haut aus, später kommen oft weitere Wunden oder Verletzung der Flossenränder dazu. Ein späteres Aufblähen des Bauches mit einer Schuppenstäube beendet das Fischleben. Ich habe alle bekannten Mittel Versucht leider ohne erfolg, auch die bei vielen Aquarianern beliebte Methode, eine Zugabe von Kochsalz bei gleichzeitiger Erhöhung der Wassertemperatur auf 34° half nichts. So verlor ich meinen gesamten Bestand an Colisa labiosa.

Wolfgang Heller